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Das Elektronische Stellwerk Duisburg verbessert den Bahnverkehr im Ruhrgebiet

08.06.2021 – 08:00

Mit Abschluss der 2. Ausbaustufe konnte das Elektronische Stellwerk (ESTW) in Duisburg Ende Mai 2021 vollständig in Betrieb genommen werden. Mit dieser Inbetriebnahme sorgt die DB Engineering & Consulting für mehr Qualität und Flexibilität im Nah- und Fernverkehr.

Auf einer der am dichtesten befahrenen Bahnstrecken Europas können durch die neue Stellwerkstechnik die Kapazitäten erweitert und Ausfälle und Verspätungen minimiert werden. Das neue ESTW löst die alten Stellwerke Mülheim (Ruhr)-Styrum und Essen-West ab.

Arbeiten mit hohem Aufwand

Schon seit vier Jahren wird das Großprojekt von der Bauüberwachungder DB Engineering & Consulting begleitet. Während der gesamten Bauzeit wurde die Bedeutung der Strecke immer wieder deutlich: Wenn die Strecke gesperrt wird, ist der Bahnverkehr im Ruhrgebiet quasi „lahmgelegt“. Um die Auswirkungen für die vielen Bahnreisenden zwischen Duisburg und Essen möglichst gering zu halten, wurden daher viele Arbeiten mit hohem Aufwand in großen Sperrpausen abgewickelt. Getreu dem Motto, lieber einmal für einen überschaubaren Zeitraum alles dicht machen, als monatelange Einschränkungen für die Reisenden in Kauf zu nehmen. Dies war allerdings eine besondere Herausforderung, da die Bauabläufe der einzelnen Firmen dann im Vorfeld detailliert aufeinander abgestimmt werden mussten. Die längste Sperrung im Sommer 2019 dauerte sechs Wochen.

Für die Inbetriebnahme des neuen ESTW musste die wichtige Bahnstrecke zwischen Duisburg und Essen vom 21. bis 26. Mai 2021 nun ein letztes Mal komplett gesperrt werden. Bis zu 30 Bauüberwacher:innen gleichzeitig aus allen Gewerken haben das Projekt vor Ort begleitet. Zur Sicherstellung der Inbetriebnahme ist das Team der Bauüberwachungszentrale ABS 46/2 von allen Bauüberwachungszentralen der Region West unterstützt worden.

Elektronische Stellwerk Duisburg verbessert den Bahnverkehr im Ruhrgebiet

Anspruchsvoller Zeitplan für das ESTW in Duisburg

In nur fünf Tagen wurden alle alten Signale abgebaut, die neuen Signale und Weichen an die neue Technik angebunden und vier neue Weichen in Mülheim-Heißen in Betriebgenommen. Diese bieten künftig mehr Fahr- und Überholmöglichkeiten auf dem Streckenabschnitt, u.a. für den Rhein-Ruhr-Express (RRX). Um sämtliche Weichen und Signale in allen denkbaren Fahroptionen zu testen, mussten schließlich noch umfangreiche Inbetriebnahmefahrten durchgeführt werden. Bis zum Schluss war die Anspannung hoch, denn viele Anlagenteile konnten erstmal während der kurzen Sperrung erprobt werden.

Gleichzeitig wurde die Sperrung auch für den Bau zweier Hilfsbrücken über die Autobahn A40 bei Mülheim-Styrum genutzt. Hier waren im September 2020 bei einem Großbrand, entstanden durch einen LKW-Unfall, insgesamt drei von fünf Bahnbrücken so stark beschädigt worden, dass Sie abgerissen und neu errichtet werden müssen. Auch dieses anspruchsvolle Projekt durfte die DB Engineering & Consulting mit Leistungen der Sicherheits- und Gesundheitskoordination sowie in der Sperrpausen-Logistik unterstützen.

Kontakt

Natalie Kendzia
Leiterin
Marketing & Kommunikation
DB Engineering & Consulting
Torgauer Straße 12-15
10829 Berlin
Deutschland
E-Mail030 297-69901

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