Fehmarnbeltquerung: Schienenanbindung zwischen Skandinavien und Deutschland

Die Idee der kürzesten Schienenanbindung zwischen Skandinavien und Deutschland fasziniert seit Generationen – und wird nun durch das Projekt Fehmarnbeltquerung (FBQ) verwirklicht.

Ein Teilprojekt auf deutscher Seite betrifft die Hinterlandanbindung: Die bestehenden eingleisige Eisenbahnstrecke Lübeck-Puttgarden wird auf einer Länge von ca. 88 km verdoppelt, so dass Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h erreicht werden können. Die Modernisierung umfasst u.a. 90 neue Brücken, 6 neue Haltpunkte, eine kontinuierliche Elektrifizierung entlang der Strecke und die Implementierung eines neuen Zugsicherungssystems: ETCS Level 2 (ohne Signale).

DB Engineering & Consulting erbrachte bereits Leistungen für die DB Netz im Rahmen des FBQ Projektes. So wurde 2013 eine von der Bestandstrasse abweichende optimierte Streckenführung ermittelt (Raumordnungsverfahren). Die ermittelte ROV-Trasse wurde in der Vorplanung berücksichtigt und planerisch umgesetzt.

Derzeit arbeitet die DB E&C an der Entwurfs- und Genehmigungsplanung für den deutschen Teil der Schienenanbindung. Hierbei werden die, mit rund 232 Mio.€ durch den Bundestagsbeschluss finanzierten, Lärm- und Erschütterungsschutzmaßnahmen über das gesetzliche Maß hinaus berücksichtigt.

Projektdaten

  • 9 Planfeststellungsabschnitte von Lübeck bis Puttgarden
  • Abgabe Genehmigungsplanung: 05/2017 – 12/2022
  • Abgabe Entwurfsplanung: 06/2018 – 12/2023
  • 17 beteiligte Planungsstandorte
  • monatlich ca. 100 beteiligte Mitarbeitende
  • durchgehende Elektrifizierung
  • zweigleisiger Aus-/ Neubau der Strecke
  • Überholgleise mit 900 m Länge (Progn. Güterzüge L = 835 m)
  • Neubau von 6 Haltepunkten
  • Neubau von 90 Brückenbauwerken, Anpassungen von Bestandsbrücken
  • Umbaumaßnahmen im Güterbahnhof Lübeck Süd
  • Streckenausrüstung mit ETCS Level 2 oS, Neubau von 6 ESTW A

Leistungen von 2008-2016

  • Grundlagenermittlung
  • Vorplanung mit Kostenschätzung
  • Abschluss der Vorplanung (technische Planung) für den Ausbau der Bestandstrecke mit den Umfahrungen Neustadt i.H. und Oldenburg i.H. (März 2010)
  • Erstellung der Unterlage (in technischer Hinsicht) für die Antragskonferenz zum Raumordnungsverfahren (Juni 2010)
  • Erstellung der Antragsunterlage (in technischer Hinsicht) zum Raumordnungsverfahren (Nov 2010 – Dez 2012)
  • technische Begleitung des Raumordnungsverfahrens mit Verfassen von Stellungnahmen bis Mai 2014
  • Überarbeitung der Vorplanung (technisch) unter Berücksichtigung der landesplanerischen Beurteilung
  • Eine optimierte ROV-Trasse wurde in der Vorplanung im Mai 2015 berücksichtigt und planerisch umgesetzt.

Leistungen ab 2016

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