Metrozug auf dem Weg von der Station Ras Bu Fontas nach Al Wakra (Red Line), 12. September 2019
Karte der Phase 1 der Metro Doha
Blick auf die Baustelle des Bahnhofs Lusail (Red Line), im Hintergrund die Skyline des Stadtteils West Bay in Doha, 16. Oktober 2013
Der aufgeständerte Nordabschnitt der Red Line wird montiert, 11. August 2016
Der aufgeständerte Nordabschnitt der Red Line wird montiert, 15. Oktober 2016
Die Hochbahnstation Qatar University (Red Line) wird montiert, 25. Juli 2016
Station DECC auf der Red Line, 13. Mai 2019

Doha Metro, Katar

Katar hat im Oktober 2008 seinen langfristigen Entwicklungsplan, Qatar National Vision 2030, vorgestellt. Die bis 2030 geltende Vision zielt darauf ab, die menschliche und ökologische Entwicklung des Staates durch verschiedene Initiativen zu fördern.

Das Qatar Integrated Railway Project (QIRP), das unter der Leitung von DB Engineering & Consulting entwickelt wurde, wird dabei eine Schlüsselrolle spielen. Das größte QIRP-Teilprojekt, die Metro in Katars Hauptstadt Doha, ist ein neues, hochmodernes Nahverkehrssystem, das weitgehend unterirdisch verläuft. Es soll den öffentlichen Personennahverkehr zu einem attraktiven Verkehrsmittel machen und den ausufernden Autoverkehr in Doha und den umliegenden Vorstädten entlasten.

Doha Metro

Im Mai 2019 wurde die 40 km lange Red Line in Betrieb genommen, die zunächst 13 der insgesamt 18 Stationen bediente. Die Züge verkehrten zwischen Al Wakra im Süden und dem Bahnhof Al Qassar im Norden des Stadtzentrums. Seither wurde die Strecke bis zur Endstation Lusail im Norden von Doha verlängert. Im November und Dezember 2019 wurden die 22 km lange Green Line, die von Al Mansoura im Stadtzentrum nach Al Riffa im Westen führt, und die 14 km lange Golden Line zwischen Ras Bu Aboud und Al Aziziyah eröffnet.

Tunnelbau erhält Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde

Die erste Bauphase wurde in einem rasanten Tempo realisiert: Vom Baubeginn bis zur Inbetriebnahme vergingen nur sieben Jahre.

Von August 2014 bis September 2016 wurden pro Woche 2,5 km U-Bahn-Tunnel unter den Straßen von Doha fertiggestellt. Diese rekordverdächtige Geschwindigkeit war nur dank eines gut eingespielten Teams möglich. Zu Spitzenzeiten waren 21 Tunnelbohrmaschinen, die von der deutschen Firma Herrenknecht eigens für dieses Projekt hergestellt wurden, gleichzeitig im Einsatz. Sie setzten 490.497 Betonsegmente zu 70.071 Tunnelringen zusammen. Diese Leistung hat zu Recht einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde gefunden.

Große Herausforderungen erfolgreich gemeistert

Die größten Herausforderungen der ersten Phase des Metroprojekts waren die Bodenbeschaffenheit – Doha ist überwiegend auf Kalkstein gebaut – und die Notwendigkeit, die Bauarbeiten in dicht besiedelten Stadtgebieten durchzuführen, wie z. B. an der beeindruckenden Corniche-Promenade, in den Hochhausvierteln von Doha City und in den Touristenzentren mit ihren zahlreichen Hotelkomplexen. Beim Tunnelbau wurde eine spezielle Trassierungstechnik eingesetzt, um Setzungen der darüber liegenden Gebäude zu verhindern. Auch die verwendeten Materialien mussten auf die besonderen klimatischen Bedingungen abgestimmt werden. Sie halten Temperaturschwankungen von bis zu 40 °C stand. Für optimale Temperaturbedingungen im Tunnel sorgte eine leistungsfähige Tunnelklima- und Lüftungsanlage.

Trotz der vielen Herausforderungen wurde das Projekt zur vollen Zufriedenheit des Auftraggebers abgeschlossen. DB Engineering & Consulting unterstützte die Projektleitung sowie die Koordination eines internationalen Teams und sorgte dafür, dass alle Qualitäts-, Kosten- und Terminvorgaben eingehalten wurden. Mit diesem Projekt hat das Unternehmen zum Aufbau einer modernen, nachhaltigen Nahverkehrsinfrastruktur in Katar beigetragen.

In Lusail, einer neuen Stadt nördlich von Doha, die seit dem Jahr 2000 gebaut wird, wird das U-Bahn-Netz durch die Lusail Tram, ein weiteres QIRP-Teilprojekt, ergänzt. Sie hat vier Linien mit 25 ober- und unterirdischen Haltestellen und ist über die beiden Umsteigebahnhöfe Lusail und Legtaifiya auf der Red Line mit dem U-Bahn-Netz verbunden. Hier unterstützte DB Engineering & Consulting den Kunden bei der architektonischen Gestaltung und Planung aller Bahnhöfe, einschließlich Intermodalität und Landschaftsgestaltung.

H.E. Dr. Abdulla Bin Abdulaziz Turki Al Subaie, MD & CEO Qatar Rail, und Niko Warbanoff, CEO DB Engineering & Consulting, blicken zurück auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Doha Metro Projekt.

Leistungsumfang:

  • Technische Unterstützung und Personal für den Aufbau des Eisenbahnunternehmens Qatar Rail – Organisation, Management, Vorschriften
  • Projektmanagementaufgaben und Projekt-/Bauleitung, internes und externes Schnittstellenmanagement bei Planung und Ausführung
  • Qualitätskontrolle und -sicherung, Überprüfung der technischen Managementpläne, Systemsicherheit und Qualitätssicherung
  • Entwicklung des Ausschreibungsformats und Planung der Ausschreibungen für alle vier Metrolinien
  • Erstellung eines Betriebskonzepts für die Metro Doha und Prüfung anhand von Simulationen
  • Referenzplanung für alle Bahnsysteme; technische Unterstützung in allen Fragen des Spezialtiefbaus, des Tunnelbaus, des Brückenbaus, des Gleisoberbaus und des Hochbaus
  • Gleisanlagen und elektromechanische Technik – Konzeptentwurf, Machbarkeitsstudie und Vorentwurf, Erstellung von Ausschreibungsunterlagen
  • Unterstützung bei der Optimierung von Entwurf, Bauzeit und Baukosten von Gleisanlagen unter Berücksichtigung von Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Instandhaltbarkeit
  • Überwachung und Inspektion der Installation des Stromversorgungssystems
  • Sicherheitsmanagement auf Baustellen

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