ABS 38 München – Mühldorf – Freilassing

Die Ausbaustrecke (ABS 38) ist Teil des Korridors Paris-München-Wien-Bratislava des Transeuropäischen Netzes (TEN-Projekt 17)- und soll entsprechend der Transeuropäischen Interoperabilitätsverordnung (TEIV) ausgebaut werden. Die ABS 38 ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 (Referentenentwurf) als vordringlicher Bedarf ausgewiesen. Ziele sind die Verkürzung der Reisezeiten sowie die Erhöhung der Kapazitäten im Personen- und Güterverkehr zwischen München und Salzburg, die Schaffung eines attraktiven Schienenpersonennahverkehrs zwischen München und Freilassing, die Sicherstellung einer marktgerechten Schienenanbindung des bayerischen Chemie-Dreiecks und die Entlastung der Brennerzulaufstrecke München–Kufstein–Innsbruck.

Elektrifizierung des Liniensterns Mühldorf

Einen Anteil des sogenannten Liniensterns Mühldorf bildet die Strecke von München über Mühldorf nach Freilassing, als Ausbaustrecke 38 bezeichnet. Die nicht elektrifizierten und größtenteils eingleisigen Abschnitte genügen den künftigen Ansprüchen nicht mehr. Die Ausrüstung mit elektrischen Oberleitungen ist auf einer Streckenlänge von 145 Kilometern geplant.

Zwischen Markt Schwaben und Ampfing sowie Tüßling und Freilassing schließt sich der zweigleisige Ausbau auf insgesamt 103 Kilometern an. Mit Betriebsstart soll der Abschnitt mit einer maximalen Streckengeschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde befahrbar sein. Um zudem auch schnellere Zugfolgen zu ermöglichen, werden die Streckenblöcke verdichtet und die Leit- und Sicherungstechnik modernisiert. Standardmäßig kommt dabei das Europäische Zugbeeinflussungssystem (ETCS) zur Anwendung.
Der barrierefreie Ausbau der betreffenden 19 Bahnhöfe und Haltestellen sorgt für attraktivere Zugangs- und Umsteigemöglichkeiten. In Verbindung mit der Geschwindigkeitserhöhung erfolgt der Neu- und Umbau von insgesamt 166 Brückenbauwerken und 23 Bahnübergängen. Der Ausbauabschnitt von Tüßling nach Freilassing bildet die Schnittstelle zum österreichischen Bahnnetz und grenzt im Süden an das Salzburger S-Bahn-Netz.

Im Planungsabschnitt „Tüßling – Freilassing“ erfolgt die vertiefende Vorplanung, inklusive einer Variantenuntersuchung die „Tüßlinger Kurve“ betreffend, hinsichtlich der Elektrifizierung, der Errichtung der Zweigleisigkeit mit Erneuerung der Brückenbauwerke, Stationen und Anlagen der Ausrüstung, neben weiteren Planungs- und Bauüberwachungsleistungen.

Projektdaten

  • Zweigleisiger Ausbau der Strecke zwischen Markt Schwaben und Freilassing
  • Elektrifizierung der Strecken Markt Schwaben–Freilassing und Tüßling–Burghausen
  • Anhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit auf bis zu 200 km/h
  • Modernisierung und barrierefreier Ausbau zahlreicher Stationen entlang der Strecke
  • Um- bzw. Neubau von 166 Brückenbauwerken und 23 Bahnübergängen
  • Umsetzung des gesetzlichen Anspruchs nach aktivem und passivem Lärmschutz entlang der Strecke
  • Ausrüstung mit ETCS

Leistungen

  • Vorplanung
  • Grundlagenermittlung
  • Planung
  • Entwurfsplanung der Oberleitungsanlagen und der Leit- und Sicherungstechnik (OLA & LST)
  • Machbarkeitsstudie Geschwindigkeitserhöhung
  • Bauüberwachungsleistungen (derzeit noch laufend, bis 2023)
  • für ausgewählte Streckenabschnitte:
  • Umweltverträglichkeitsuntersuchungen in Form eines Screenings
  • verschiedene Variantenbetrachtungen für Eisenbahnüberführungen
  • Variantenuntersuchung Umbau Bahnhof Freilassing mit Planung ETCS
  • vorhandene Vorplanung der zweigleisigen Lösung um die Variantenuntersuchung für die Auflassung von drei Bahnübergänge (BÜ) erweitert
  • Planung LST mit Umbau / Ersatz von elektronischem Stellwerk (ESTW)
  • Schall- und erschütterungstechnische Voruntersuchungen
  • Flora-Fauna-Habitat-Prüfungen (FFH-Prüfung) auf Grundlage „Natura 2000“

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