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Eine starke Schiene für den Süden

16.06.2022 – 08:44

Ausbauen und modernisieren – die Deutsche Bahn investiert im laufenden Jahr 2,35 Milliarden Euro in die Schieneninfrastruktur in Bayern. So sollen die Kapazitäten erhöht und die Digitalisierung vorangetrieben werden. Ein starkes Zeichen für die Verkehrswende und den Klimaschutz.

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Natalie Kendzia
Leiterin
Marketing & Kommunikation
DB Engineering & Consulting
Torgauer Straße 12-15
10829 Berlin
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Im Freistaat laufen aktuell bereits verschiedene Bauprojekte, die die bayerische Schiene modernisieren und fit machen für die Zukunft. Wir als DB Engineering & Consulting leisten unseren Beitrag in zahlreichen Projekten, von den wir Ihnen im Folgenden einige vorstellen möchten:

Elektrische Oberleitungen für Oberbayern

Die Strecke von München über Mühldorf nach Freilassing bildet einen Anteil des sogenannten Liniensterns Mühldorf, auch als Ausbaustrecke 38 (ABS 38) bezeichnet. Für die nicht elektrifizierten und größtenteils eingleisigen Abschnitte ist die Ausrüstung mit elektrischen Oberleitungen auf einer Streckenlänge von 145 Kilometern geplant. Zwischen Markt Schwaben und Ampfing sowie Tüßling und Freilassing schließt sich der zweigleisige Ausbau auf insgesamt 103 Kilometern an. Mit Betriebsstart soll der Abschnitt mit einer maximalen Streckengeschwindigkeit von bis zu 160 Kilometern pro Stunde (Tüßling–Freilassing) bzw. von bis zu 200 Kilometern pro Stunde (München–Ampfing) befahrbar sein. Um zudem auch schnellere Zugfolgen zu ermöglichen, werden die Streckenblöcke verdichtet und die Leit- und Sicherungstechnik modernisiert. Standardmäßig kommt dabei das Europäische Zugbeeinflussungssystem (ETCS) zur Anwendung. Der barrierefreie Ausbau der betreffenden 19 Bahnhöfe und Haltestellen sorgt für attraktivere Zugangs- und Umsteigemöglichkeiten. In Verbindung mit der Geschwindigkeitserhöhung erfolgt der Neu- und Umbau von insgesamt 166 Brückenbauwerken und 23 Bahnübergängen. DB Engineering und Consulting verantwortet im Projekt unter anderem: Machbarkeitsstudie, Planungund Bauüberwachung.

Die ABS 38 wird modernisiert und ausgebaut.

Mehr Güter auf den Ostkorridor

Die Strecke Marktredwitz – Regensburg fungiert als Verbindung von Skandinavien und den deutschen Seehäfen über Mitteldeutschland nach Bayern und Österreich. Sie wird als Teil des Vorhabens Ostkorridors Süd elektrifiziert. Durch die Elektrifizierung wird eine Verbesserung der Betriebsqualität und eine Kapazitätssteigerung erwartet. Ziele des Vorhabens ABS Hof – Marktredwitz – Regensburg – Obertraubling sind die Entlastung der bisherigen Hauptabfuhrstrecken durch großräumige Verlagerung des Schienengüterverkehrs in Richtung Österreich auf den Ostkorridor und die bessere Auslastung bestehender Trassen durch eine effizientere Nutzung des Ostkorridors. DB Engineering & Consulting verantwortet die Planung für die Planungsabschnitte von Regensburg bis Irrenlohe und Irrenlohe bis Weiden.

Die sogenannte Ponholzer Höhle liegt unter der Strecke und muss regelmäßig überprüft werden.

Ausbau der Brennerachse

Der Ausbau der Eisenbahn-Brennerachse zwischen München und Verona ist für die Verkehrswende im alpenquerenden Güterverkehr von zentraler Bedeutung und zählt zu den Top 3 Projekten der Europäischen Union. Mit der Eröffnung des Brenner Basistunnels wird ein starker Anstieg im Schienengüterverkehr erwartet. International vereinbart ist ein viergleisiger Ausbau. Die Streckengeschwindigkeit soll bei Tempo 230 km/h liegen. Für den Schienengüterverkehr von enormem Vorteil ist der Wegfall von großen Steigungen. Die Strecke wird somit wirtschaftlicher und konkurrenzfähiger gegenüber der Straße, auf der aktuell kilometerlange Staus das Bild prägen. 2,8 Millionen Lkw-Transitfahrten rollten 2019 über die Brennerautobahn. Hintereinanderfahrend ist das eine Schlange, die sich mehr als einmal um den Äquator erstreckt. DB Engineering & Consulting ist mit der Objekt- und Tragwerksplanung beauftragt.

Zweite S-Bahn-Stammstrecke München

Die 2. Stammstrecke München ist das größte Verkehrs-Bauprojekt der Stadt. Die S-Bahn München befördert täglich rund 840.000 Fahrgäste und ist damit eines der größten S-Bahn-Systeme in Deutschland – welches heute an seine Kapazitätsgrenzen gerät. 
Um die Strecke zu entlasten, wird auf rund zehn Kilometern zwischen den Bahnhöfen Laim im Westen und Leuchtenbergring im Osten eine 2. Stammstrecke gebaut. Ein sieben Kilometer langer Tunnel zwischen Hauptbahnhof und Ostbahnhof bildet das Kernstück der neuen Stammstrecke.

Auf dem rd. 2 km langen Streckenabschnitt Oberirisch West, einem der fünf Hauptabschnitte des Großprojektes 2. S-Bahn-Stammstrecke, bringen die Expert:innen der Bauüberwachung  der DB Engineering & Consulting ihre Expertise im Rahmen der fachtechnischen, bahnbetrieblichen und vertraglichen Komplettleistungen ein.

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