Zweisystem-Stadtbahnen Karlsruhe und Heilbronn

21.07.2020 – 11:26

Mobilität ohne Umsteigen – das ist die Idee hinter dem von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG) seit den 1980er Jahren verfolgtem „Karlsruher Modell“. Nicht der Fahrgast steigt um, sondern die Bahn wechselt ihre Traktion. Es wurden Stadtbahnfahrzeuge entwickelt, die sowohl mit den bei der Straßenbahn in Karlsruhe verwendeten 750 Volt Gleichspannung als auch mit der 15.000 Volt Wechselspannung der Deutschen Bahn betrieben werden. Die Infrastruktur der DB Netz AG ist hier das verbindende Glied zwischen Stadt und Region. Über die Jahre entstand ein dichtes Netz von Stadtbahnstrecken von Karlsruhe bis ins Umland mit direkter Verbindung nach Heilbronn. Heute betreibt die AVG mit ihrem 560 km langen Liniennetz der Stadt- und Straßenbahn im Verkehrsverbund Rhein-Neckar Europas größtes Zweisystem-Stadtbahnnetz.

Inzwischen gibt es unterschiedliche Kombinationen der Antriebsarten für diese auch als „Tram-Train“ bezeichneten Züge, die überall in der Welt die Stadt mit dem Umland und die Quartiere in den Ballungszentren verbinden. An zahlreichen Projekten haben die Spezialisten der DB Engineering & Consulting mitgewirkt.

Leistungen:

Für zahlreiche Einzelprojekte wurden in verschiedenen Ausbaustufen der Stadtbahn in Karlsruhe und Heilbronn unterschiedliche Leistungen aus dem folgenden Spektrum erbracht:

  • Machbarkeitsuntersuchung
  • Betriebssimulation
  • Projektmanagement
  • Ingenieurtechnische Planung für Verkehrsanlagen, konstruktive Ingenieurbauwerke und bahntechnische Ausrüstung sowohl nach der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) als auch nach der Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen (BOStrab)
  • Entwicklung und Planung der Systemwechselstellen und deren Energieversorgung
  • Planprüfung für Leit- und Sicherungstechnik, Oberleitungsanlagen und Elektrische Energieanlagen 50 Hz
  • Bauoberleitung und Bauüberwachung

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