Brenner Nordzulauf – ein BIM-Projekt

Der Ausbau der Eisenbahn-Brennerachse zwischen München und Verona ist für die Verkehrswende im alpenquerenden Güterverkehr von zentraler Bedeutung. Mit der Eröffnung des Brenner Basistunnels wird ein starker Anstieg im Schienengüterverkehr erwartet.

Was das heißt, wird klar, wenn man auf die Autobahnen im Inntal blickt. Kilometerlange Staus sind das übliche Bild. 2,8 Millionen Lkw-Transitfahrten rollten 2019 über die Brennerautobahn. Hintereinanderfahrend ist das eine Schlange, die sich mehr als einmal um den Äquator erstreckt. Und der Verkehr entwickelt sich stetig weiter.

International vereinbart ist ein viergleisiger Ausbau von München bis Verona. Die Streckengeschwindigkeit soll bei Tempo 230 km/h liegen. Für den Schienengüterverkehr von enormer Bedeutung ist der Wegfall von großen Steigungen. Er wird somit wirtschaftlicher und damit konkurrenzfähiger gegenüber der Straße.
Die „Flachbahn“ verspricht längere Züge, die nun mit nur einer statt bisher mit bis zu drei Lokomotiven fahren können. Der Ausbau der Brennerachse zählt zu den Top 3 Projekten der EU. Der Ausbau erfolgt abschnittsweise. Drei Länder sind beteiligt. Der Brenner Nordzulauf ist das nördlichste Teilstück.

Die beauftragten Leistungen der DB E&C für die Objekt- und Tragwerksplanung konstruktiver Ingenieurbau für den ca. 9 km langen Teilabschnitt Ostermünchen bis Mintsberg werden vollständig mit der Building Information Modelling Methode (BIM) geplant. Des Weiteren stellt die DB E&C den BIM Gesamtkoordinator und ist für die Projektleitung und Teilprojektleitung Verkehrsanlagen innerhalb der Ingenieurgemeinschaft zuständig.

Die Objekt- und Tragwerksplanung für eine Vielzahl von Bauwerken (Straßenüberführungen, Eisenbahnüberführungen, Trogbauwerke, Stützbauwerke, Durchlässe) erfolgt unter Beachtung folgender planerischer Randbedingungen: Gründungsmöglichkeiten, Art der Kreuzung, Verlangen Dritter, Bauwerksabmessungen, Erfordernis temporärer und dauerhafter Verlegungen und mögliche Bauwerksarten insgesamt als Grundlage für den Variantenentscheid des Auftragsgeber. Tragwerksplanung als Nachweise der statischen und dynamischen Gebrauchstauglichkeit.

Projektdaten

  • Länge des Projektabschnitts: ca. 14 km
  • 2-gleisiger Neubau, elektrifiziert
  • Straßenüberführungen
  • Eisenbahnüberführungen
  • Trogbauwerke
  • Stützbauwerke
  • Durchlässe
  • Kreuzungsbauwerk
  • Grundwasserwanne
  • Erstellung eines Instandhaltungskonzeptes für alle Bauwerke
  • Erstellung des BIM Bestandsmodells
  • Erstellung Bauzeiten- und Bauphasenplanung
  • Erstellung Flächenbedarfskonzept
  • Ermittlung temporärer und dauerhafter Grunderwerb und Flächenbedarf
  • Ermittlung Flächen für Bautechnologie
  • Erstellung eines Baustraßen-, Lagerflächen- und Logistikkonzeptes
  • Erstellung der Kostenschätzung und Anlagenbilanzierung
  • Erstellung eines Bodenverwertungs- und Entsorgungs-Grobkonzept (BoVEK-Grobkonzept)
  • Terminplanung nach Last Planner Methodik

Leistungen

  • Objektplanung Ingenieurbauwerke (KIB),
  • Tragwerksplanung Ingenieurbauwerke (KIB – TWP)

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